Ferienprogramm Poesie des Gärtnerns

Verein der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V. (Bonn)
Projekt: Ferien-/Schulprogramm Poesie des Gärtnerns
Mehr Informationen: www.burglede.de/verein/ [→]

Poesie des Gärtnerns für Kinder von 8-10 Jahre
Im Rahmen der Ausstellung „Poesie des Gärtnerns. Der Garten als Metapher und Wirkungsfeld“ der Galerie Parrotta Contemporary Art auf Burg Lede richtete der Verein der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V. ein einwöchiges Ferienprogramm und drei Workshops für drei 4. Klassen der benachbarten Grundschule „Adelheidisschule“ aus.

Unter dem Motto: BEOBACHTEN SAMMELN FORSCHEN GÄRTNERN GESTALTEN kamen hier Kunst- und Naturpädagogik im historischen Garten der Burg Lede zusammen.

Über eine Woche von 9 bis 14 Uhr erlebten die Kinder eine Woche voller Natur- und Kunsterfahrung. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto.

TAG 1 Burg Lede eine mittelalterliche Burg – Kennenlernen der Burg Lede und ihrer Parkanlage

Von der Ritterburg zum Wohnsitz eines Industriellen, der gern’ ein Ritter gewesen wäre.
Gemeinsam überlegten die Kinder, was zu einer echten Ritterburg gehört und stellten fest, was davon noch übrig ist?
Was finden wir heute noch von der historischen Parkanlage des Walter von Engelhardt und was ist eigentlich ein Gartenarchitekt?
In der Praxis stand der Tag unter dem Motto: Erkundung, Zeichnen, das Waldsofa einrichten und Stockbrot essen.

TAG 2 Junge Kunst auf einer alten Burg.

Besuch der Ausstellung, Kennenlernen der künstlerischen Positionen
Vertiefung: Lois Weinberger: Von Kraut und Unkraut. Was darf und was darf nicht in unseren Beeten wachsen, wer legt dies mit welchen Folgen fest?
Björn Braun: „Schädlinge“ als Kollaborateure.

TAG 3 Ohne Bienen geht gar nichts!

„BIENENWACHE“ Vertiefung Gabriela Oberkofler und ihre Bienenstöcke mit dem Imker Marcel Günther.
Die schwarz gefärbten Bienenbeuten sind eine lebendige Skulptur im Garten der Burg Lede. Was im Inneren geschieht, erläutert der Imker Marcel Günther. Die Bienen sind für unser Ökosystem lebensnotwendig. Die Imkerei ist eine sehr alte Kulturtechnik, in der sich der Mensch die fleißigen Bienen für die Honiggewinnung zunutze macht. Nicht umsonst erinnern die schwarzen Bienenstöcke an kleine Fabriken und sehen vielmehr urban als ländlich oder natürlich aus.

TAG 4 Der Apfel. Eine Einführung.

Mit dem Projekt von Antje Majewski und Pawel Freisler „Der Apfel. Eine Einführung“ steht die Königsfrucht, der Apfel im Zentrum. Der historische Garten der Burg Lede beheimatet zahlreiche alte Apfelsorten und ist ein wunderbares Experimentierfeld, um der ungeheuren Vielfalt der Apfelsorten auf den Grund zu gehen. Dies ist Thema des Projekt von Antje Majewski und Pawel Freisler, das stets auch mit Pflanzaktionen unter Beteiligung städtischer Gruppen einhergeht. Zusammen mit dem Gärtner und Baumpfleger Thoralf Reeps erhielten die einzelnen Apfelbäume im Garten der Burg Lede nicht nur aussagekräftige Namensschilder wie: James Greeve, Rheinische Krummstiel, Wildapfel,. Die Kinder erfuhren auch, dass wir Apfelsorten nur erhalten, wenn wir diese durch Pfropfen auf eine Unterlage vervielfältigen.

TAG 5 Das Leben der Würmer und warum sie so wichtig sind für uns. Mit Antonia Lotz

Das Leben ist im Fluss. Die Natur arbeitet im Kreislauf und daher geht auch nichts verloren und nichts ist überflüssig. Susanne M. Winterling und Antonia Lotz beschäftigen sich intensiv mit den kleinen Lebewesen in der Erde, die für die Zersetzung und damit für neue Nahrung für die Pflanzen sorgen. Ihre Arbeit ist enorm wichtig und lässt sich wunderbar im Kompost beobachten. Dies taten die Kinder dann auch im Garten der Burg und legten selbst jeder eine kleine Wurmfarm im Glas an. Zur Lieblingsspeise der Kompostwürmer gehören nicht nur Apfel-und Kartoffelschalen, sondern auch Eierkartons und Kaffeesatz.

Aus den oben genannten Schwerpunktthemen wählte jede der 4. Klassen der nahegelegenen Grundschule eines und widmete sich diesem einen ganzen Vormittag. Ein Tag war auch der Kartoffelernte gewidmet.