Ferienworkshops zur Sonderausstellung „Macht und Mythen“
Institution: Stiftung Schloss Eutin
Projekt: Ferienworkshops zur Sonderausstellung „Macht und Mythen“
Weiterführende Informationen:
Website Schloss Eutin →
Abschlussbericht der geförderten Institution
Der folgende Bericht wurde von der geförderten Institution verfasst und zur Veröffentlichung bereitgestellt.
Ferienworkshops im Rahmen der Sonderausstellung „Im Spiegel der Antike“
Im Rahmen der in Kooperation mit der Antikensammlung Kiel entstandenen Sonderausstellung „Im Spiegel der Antike“ (Arbeitstitel „Macht und Mythen“) wurden mehrere Ferienworkshops für Kinder angeboten. Zwei Workshopformate wurden durch die Stiftung Erlebnis Kunst gefördert und konnten jeweils zweimal durchgeführt werden. Die Bewerbung und Buchung erfolgten über den Ferienpass Eutin, der über die Schulen an die Familien verteilt wird. Dadurch wird ein breites Publikum von Familien mit Kindern bis 14 Jahren erreicht. Die Anmeldung zu den Workshops erfolgte online.
Das Workshopformat „Heldenfiguren“ wurde von Laura Fuchs aus Eutin geleitet. Die studierte Illustratorin betreibt ein eigenes Atelier in Eutin und bietet dort Gestaltungskurse für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Illustration, Malerei und bildhaftes Erzählen an. Der Workshop begann mit einer Begrüßung durch die Referentin für Bildung und Vermittlung, Sedef Neitmann, sowie einer kurzen Führung durch die Sonderausstellung. Im Mittelpunkt standen dabei die Darstellungen von Göttern und Helden der griechischen Antike. Die Kinder setzten sich zunächst mit der Frage auseinander: „Wer sind eigentlich unsere Helden?“ Anschließend wurde das Thema praktisch und kreativ umgesetzt.
Dabei entwickelten sich in den beiden Durchgängen ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Während im ersten Workshop vor allem die eigenen Haustiere der Kinder zu persönlichen Helden wurden und anschließend mit Modelliermasse als Heldenfiguren gestaltet wurden, orientierten sich die Teilnehmenden im zweiten Durchgang stärker an bekannten Film- und Popkulturhelden. Die Kinder konnten ihre Ideen frei entwickeln und wurden bei der praktischen Umsetzung individuell unterstützt. Am Ende nahmen sie ihre selbst gestalteten Heldenfiguren stolz mit nach Hause.
Das zweite geförderte Workshopformat „Mein Zimmer im Schloss“ wurde von Diana Brötzmann angeleitet. In ihrem Eutiner Atelier „Do it like Bob“ entwickelt und realisiert sie kreative Projekte in Workshops. Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung waren antike Skulpturen sowie historische Schlossräume und deren Ausstattung. Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellung und einer gemeinsamen Betrachtung verschiedener Gestaltungselemente konnten die Kinder ihre eigenen Vorstellungen von einem Schlosszimmer umsetzen.
Dazu gestalteten sie Schuhkartons zu individuellen Miniatur-Schlossräumen. Inspiriert von Elementen wie Statuen, Kronleuchtern, großen Spiegeln und floralen Tapeten entstanden sehr unterschiedliche und fantasievolle Räume. Die Kinder experimentierten mit zahlreichen Materialien, entwickelten eigene Gestaltungsideen und fertigten teilweise sogar eigene Möbelstücke für ihre kleinen Schlosszimmer an.
In beiden Workshopformaten zeigte sich, mit welcher großen Begeisterung die Kinder eigene Ideen entwickelten und sich kreativ mit den Themen der Sonderausstellung auseinandersetzten. Die Verbindung von kurzer inhaltlicher Einführung, gemeinsamer Betrachtung der Ausstellung und anschließender praktischer Arbeit ermöglichte einen altersgerechten und unmittelbaren Zugang zu den Inhalten. Durch die enge Begleitung der Workshopleitungen und die Unterstützung einer Mitarbeiterin des Hauses konnten die Kinder ihre individuellen Ideen selbstständig umsetzen und am Ende jeweils ein eigenes Ergebnis mit nach Hause nehmen.
Die Ferienworkshops im Schloss erfreuen sich großer Beliebtheit. Dies zeigte sich auch daran, dass einzelne Kinder an beiden geförderten Workshopformaten teilnahmen. Die Förderung durch die Stiftung Erlebnis Kunst ermöglichte damit nicht nur die Durchführung von vier kreativen Ferienangeboten, sondern auch eine intensive und aktive Auseinandersetzung von Kindern mit den Themen der Sonderausstellung.
