A Shared Studio
Institution: Kunsthalle Leipzig e. V.
Projekt: A Shared Studio
Weiterführende Informationen:
Website a&o Kunsthalle
Abschlussbericht der geförderten Institution
Der folgende Bericht wurde von der geförderten Institution verfasst und zur Veröffentlichung bereitgestellt.
Vom 22.03. bis zum 24.03.2026 fand in der a&o Kunsthalle Leipzig der vom „Kunsthalle Leipzig e. V.“ initiierte Workshop CUT COPY PASTE UND BOOM statt. In Kooperation mit der Leipziger Helmholtzschule konnten 16 Achtklässler:innen am dreitägigen Workshop teilnehmen. Geleitet wurde der Workshop von den beiden Leipziger Künstlerinnen Lucia Graf und Katharina Zimmerhackl, deren Ausstellung „A Shared Studio“ parallel zum Workshop in der Kunsthalle zu sehen war.
Schon bei der Konzeption der Ausstellung wurde Wert darauf gelegt, eine multifunktionale Nutzung der Kunsthalle zu ermöglichen. „A Shared Studio“ sollte nicht nur Kunst zeigen, sondern auch einen Ort des Rückzugs und des Lernens bieten. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Konstruktionen für die Ausstellung gebaut. Ein großer Tisch und mehrere Podeste boten Raum für die Exponate und konnten gleichzeitig als Arbeitsfläche für Workshops genutzt werden. Kunst und Vermittlung griffen so nahtlos ineinander über und erleichterten den Schüler:innen die Annäherung an die Inhalte der Ausstellung.
Zu Beginn des Workshops durften die Schüler:innen „A Shared Studio“ selbstständig erkunden und sich mit der Kunsthalle vertraut machen. Dabei wurden bereits durch die Exponate kleine Einblicke in die kommenden Tage gegeben, beispielsweise durch die Soundarbeiten von Katharina Zimmerhackl oder die Zeichnungen von Lucia Graf. Im Anschluss gab es eine Gesprächsrunde, in der die Schüler:innen ihre Eindrücke, Assoziationen und Gedanken zur Ausstellung mit den beiden Künstlerinnen diskutierten.
Gemeinsam wurde nun angefangen zu zeichnen und die ersten Entwürfe für die eigenen Zines zu gestalten. Dafür wurde assoziativ mit der Ausstellung gearbeitet. Gezeichnet wurden Dinge oder Materialien, die den Schüler:innen aufgefallen waren, auch Geräusche sollten zeichnerisch umgesetzt werden. Zusätzlich wurden Wörter und kleine Sätze, die man im Raum finden konnte, in die Zeichnungen integriert.
Anhand des kleinen Heftes „Worte raus“, welches Lucia Graf und Katharina Zimmerhackl für die Ausstellung entwickelten, wurde den Schüler:innen der Prozess des Collagierens nicht nur mit Bildern und Zeichnungen, sondern auch mit Texten nähergebracht. Die angefertigten Zeichnungen konnten, nachdem sie eingescannt und mehrfach ausgedruckt wurden, weiterbearbeitet, zerschnitten und neu zusammengesetzt werden. Schritt für Schritt entstanden so persönliche kleine Hefte, die den Jugendlichen die Möglichkeit gaben, ihre Ideen sichtbar und greifbar zu machen. Für die Zines wurde ein gemeinsames Cover gestaltet und von den Schüler:innen unter der Anleitung der Künstlerinnen gemeinsam mit den Inhalten zu einem festen Einband zusammengenäht.
Ausgehend von ihrer künstlerischen Praxis mit Text und Sound leitete Katharina Zimmerhackl die Jugendlichen in der Arbeit mit Sound an. Für die Klang-Experimente wurden aus alten Verpackungsrollen eigene „Verstärker“ für die Stimme gebastelt. Die Sprachrohre wurden individuell bemalt oder beklebt und am letzten Tag des Workshops ausprobiert. Die kleinen Texte und Zeichnungen der Zines dienten dabei als Skript und wurden mit der Loop-Station, die bereits bei der Performance zur Ausstellungseröffnung eine Rolle spielte, in Geräusche und Sounds übersetzt. Die Schüler:innen lernten, Stimme und Klang als künstlerisches Medium einzusetzen.
Ziel des Workshops war es, jungen Menschen den Zugang zu zeitgenössischer Kunst zu erleichtern, die eigene Perspektive zu erweitern und selbst kreativ zu werden.
